Die Weiterbildung zum Textiltechniker dauert durchschnittlich zwei Jahre und baut auf einer Ausbildung im gewerblichen Bereich auf. Berufserfahrung ist hierbei teilweise von Vorteil.
Die Ausbildung zum Textiltechniker erfolgt auf dem zweiten Bildungsweg als Weiterbildung. Das bedeutet, dass Bewerber bereits eine Ausbildung in einem gewerblichen Bereich vorweisen müssen, um die Textiltechniker Ausbildung antreten zu können. Ideal, aber keine Voraussetzung, ist eine Ausbildung in der Textilbranche. Einige Ausbildungsbetriebe setzen außerdem mindestens ein Jahr Berufserfahrung voraus. Wer sich für die Ausbildung zum Textiltechniker an der Fachhochschule entscheidet, kann die Berufserfahrung auch im Laufe seiner Ausbildungszeit bei Praktika sammeln. Da die Vorgaben für die Weiterbildung zum Textiltechniker nicht bundeseinheitlich sind, können die Voraussetzungen in den verschiedenen Bundesländern variieren.
Die Ausbildung zum Textiltechnicker hat eine reguläre Dauer von zwei Jahren, wenn sie in Vollzeit durchgeführt wird. Die Inhalte der Ausbildung sind nach Fächern und Schwerpunktbereichen eingeteilt. Schwerpunktbereiche sind die unterschiedlichen Techniken zur Textilverarbeitung. In den Unterrichtsfächern wird das Wissen zu Themen wie Textilanalyse, Textilprüfungen und Stofflehre vermittelt. Aber auch allgemeine Themen wie Mathematik, Chemie und Sprachen sind Bestandteil des Lehrplanes. Einige Fachhochschulen und Betriebe sind mit Laboratorien ausgestattet, was das Lernen am Objekt ermöglicht. Generell ist die Ausbildung eher theoretisch, der Bezug zur Praxis wird von den Ausbildungsbetrieben selbst festgelegt.
Es ist möglich, sich während der Ausbildung in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren. Wer sich beispielsweise besonders für die Maschinen interessiert, die an der Textilherstellung beteiligt sind, kann zusätzlich Kurse zur Maschinentechnik belegen und später bei den Wirk- und Strickmaschinen eingesetzt werden. Hierzu gehört nicht nur die Überwachung und Wartung der Geräte. Auch die Erarbeitung und Umsetzung verschiedener Muster ist Teil dieses Aufgabengebietes. Für die Webtechnik gibt es ebenfalls zusätzliche Kurse in den meisten Ausbildungsbetrieben. Die Webmaschinen sind dafür zuständig, die Rohstoffe in gewebte Stoffbahnen umzuwandeln. Webtechniker koordinieren diesen Bereich in den Industriebetrieben.
Die Einsatzbereiche eines Textiltechnikers sind breit gefächert. Er kann in Industriebetrieben als Qualitätsbeauftragter arbeiten, die Produktionsleitung übernehmen oder als Mitarbeiter im Vertrieb eingesetzt werden. In der Regel sind Textiltechniker vor allem dabei, wenn Textilien produziert werden. Bei diesen komplexen Herstellungsprozessen sind sie beispielsweise für den reibungslosen Ablauf der einzelnen Schritte verantwortlich, übernehmen die Wartung der Maschinen und die Schichtplanung. Da immer mehr neue Innovationen auch in der Textilbranche Einzug halten, sind Textiltechniker durch ihr fundiertes Chemiewissen auch in der Forschung gefragt. Dort sind sie für die Neuentwicklung von Fasern und Stoffverbindungen zuständig, die nicht nur in der Kleidung, sondern auch als textile Werksstoffe zum Einsatz kommen. Wer im Laufe der Weiterbildung feststellt, dass er sein Wissen gerne an andere weitertragen würde, kann sich mit dem Abschluss der Ausbildung als Textiltechniker auch zu einem betrieblichen Ausbilder einstufen lassen. Je nach Arbeitgeber sind dafür dann noch einige Kurse nötig, die Grundlage wird aber mit der Weiterbildung gelegt.







